Gartenfreude
Am Garten hat man seine Freud‘ …
doch auch manch‘ Kummer mit der Zeit;
so an den Rosen in der Mitte,
sitzt die Laus mit ihrer Sippe.
Auch die Erdbeeren, groß und schwer,
plagt der Grauschimmel gar sehr
und die Brennesseln in den Beeten,
lassen sich nur ungern jäten.
In den Kirschen schmatzen leise,
Wurm an Wurm, auf seine Weise
und das Obst zeigt an der Schale,
viele hundert Einstichmale.
Voller Raupen strotzt der Kohl,
die fressen sich hier prall und voll
und die Ameisen in Haufen,
sich um die besten Plätze raufen.
Kleine, große, braune Schnecken
nagen froh an allen Ecken
und die Tannen an den Wegen
stehen welk im sauren Regen.
Braune Blätter an den Bäumen,
Disteln laden ein zum Träumen,
Löwenzahn blüht auf der Wiese,
kümmerlich steht das Gemüse.
Die Wühlmaus fühlt sich hier zu Haus,
sucht sich die besten Schmankerl aus;
das Unkraut wächst und macht sich breit –
ja, so ein Garten bringt viel Freud‘.
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